Lime Scooter erobern Kiel!
Als ich 2018 bei einem Besuch in Fort Lauderdale, Florida, zum ersten Mal den damals neuen Scooter von Lime überall „herumstehen“ sah, war meine Neugier sofort geweckt. Was ist das genau und wie funktioniert es? Es bestand natürlich kein Zweifel daran, dass ich das Teil testen musste.
Raufstellen, Gas geben und los geht’s!
Um Gas zu geben, verfügt der Scooter über einen kleinen Hebel. Auch wenn sich 20 km/h nicht schnell anhören, ist die Geschwindigkeit nicht zu unterschätzen, gerade wenn man Neuling ist. Am Anfang ist es mir nicht gelungen, eine Hand vom Lenker zu nehmen, um anzuzeigen, dass ich abbiegen wollte. Kopfsteinpflaster geht gar nicht, man hat das Gefühl, einem fliegt der Kopf weg. Ebener Untergrund ist die Grundvoraussetzung für ein angenehmes Fahren. An einem Ort wie Fort Lauderdale, mit blauem Himmel, kurzer Hose und erfrischendem Fahrtwind, macht das natürlich doppelt Spaß. Nichtsdestotrotz sind die Roller nicht zu unterschätzen.
Wenige Tage nach der Einführung gab es in den USA jede Menge Unfälle, da viele das Gerät einfach über- bzw. unterschätzt hatten. Auch bei uns in Deutschland kam es anfangs zu Verletzungen. Man muss wirklich aufpassen. Aber es macht riesigen Spaß. Nach einer Weile werden dann aber auch die Beine etwas lahm.
Fazit: In Kiel ist das Ganze mit einem Euro Startgebühr und 20 Cent pro Minute, bei Tier 19 Cent, nicht ganz günstig, aber trotzdem praktisch und mit sehr hohem Fun-Faktor. Absolut zu empfehlen.
In Kiel bietet die Firma Tier die Scooter schon eine Weile an, im Prinzip genau wie die von Lime. Mittlerweile sind sogar Blinker angebracht und ein faltbarer Helm ist mit an Bord. Habe ich mir aber ehrlich gesagt noch nie genauer angeschaut.
Man kann also nur hoffen, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und die Preise vielleicht sogar etwas sinken.
Also, traut euch!
In der Villa Venezia angekommen lag ich dann schon kurze Zeit später am Pool und recherchierte alles über die Kosten, wie der E-Roller genau funktioniert, was man benötigt und wie man am einfachsten und schnellsten losfahren kann.
Zunächst wurde die benötigte App heruntergeladen. Problem: Ich konnte nur alleine fahren. Becca konnte sich zwar im WLAN ebenfalls die App herunterladen, benötigte aber zum Fahren ein Smartphone mit mobilen Daten. Da jedoch nur ich die SIM-Karte hatte, mussten wir also leider abwechselnd fahren. Damals konnte man noch nicht zwei Personen gleichzeitig mit einem Smartphone anmelden. Egal, Hauptsache erst einmal rauf und losbrausen.
Was für ein Spaß!
Bei dem Wetter und der Lage will man, bzw. Frau, gar nicht wieder vom Roller absteigen.
Und über die vielen kleinen Inseln zu brettern kommt da richtig gut.
Übrigens: Auf einer unserer Nachbarinseln, der Royal Palm Drive Insel, wohnt ein deutscher Prominenter, den fast jeder kennt!
Otto Waalkes, der tatsächlich mal mit seinem Fahrrad, wir im offenen Mustang, an uns vorbeigefahren ist.
Vor Schreck konnte ich keinen Laut von mir geben. Holladihiti bekam ich plötzlich nicht raus. Schade, vielleicht nächstes Mal.
Wie hättet Ihr ihn gerufen? 🙂